
Drückendes Wasser ist die gefährlichste Form der Kellerfeuchte — es dringt unter hohem Druck durch selbst kleinste Risse. Was es ist, warum es entsteht, und wie man es dauerhaft stoppt.
Von Hubert Jansen · unabhängiger Sachverständiger für Bauwerksabdichtung
Inhalt
In NRW sind besonders die Stadtteile flussnahen Stadtteilen von drückendem Grundwasser betroffen. Starkregenereignisse und Grundwasseranstieg erhöhen das Risiko für Kellerfeuchte.
Ältere Wohngebäude wurden ohne Kellerabdichtung nach heutigem Standard errichtet.
Typische Situation in NRW
Die Bebauung in NRW stammt vorwiegend aus der Gründerzeit (1880–1920) und Nachkriegszeit (1950–1965). kapillare Feuchte und Staunässe. Kostenlose Vor-Ort-Analyse klärt die passende Methode für Ihre spezifische Situation.
Drückendes Wasser bezeichnet Grundwasser oder aufgestautes Niederschlagswasser, das unter hydrostatischem Druck gegen Kellerwände und den Kellerboden drückt. Der Druck entsteht durch das Gewicht der Wassersäule im Erdreich — pro Meter Wassertiefe wirken rund 0,1 Bar Druck auf die Kelleraußenwand.
Dieses Wasser dringt unter Druck selbst durch kleinste Haarrisse, Arbeitsfugen und Durchdringungen ins Gebäude. Normale Feuchtigkeitssperren und Innenabdichtungen halten diesem Druck ohne spezielle konstruktive Maßnahmen nicht stand.
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Termin anfragen| Merkmal | Sickerwasser | Drückendes Wasser |
|---|---|---|
| Herkunft | Regen, der langsam versickert | Grundwasser, aufgestautes Wasser |
| Bewegung | Schwerkraftbedingt von oben | Unter Druck von allen Seiten |
| Zeitpunkt | Während / kurz nach Regen | Auch Tage nach Regen |
| Wirkung auf Keller | Feuchtigkeit, Flecken | Wassereintritt, Überschwemmung |
| Lösung | Standard Abdichtung | Druckwasserdichte Konstruktion |
In NRW sind bestimmte Stadtteile besonders gefährdet durch drückendes Wasser:
Die Weiße Wanne (WU-Beton nach DIN EN 206) ist die optimalste Lösung für Neubauten in Grundwassernähe. Die gesamte Kellerbox wird aus wasserundurchlässigem Beton erstellt — ohne zusätzliche Abdichtung. Kosten: 300–600 €/m² Wandfläche.
Für bestehende Keller ist die Schwarze Wanne (druckwasserdichte Bitumenabdichtung von außen) die nachhaltigste Lösung. Kosten: 1.100–1.800 €/lfm inkl. Freilegung.
Wenn Außenarbeiten nicht möglich sind (z.B. Bebauung bis Grenze), kann eine Innenschale aus druckwasserdichtem Beton oder Stahlbeton errichtet werden. Diese muss den gesamten Wasserdruck aufnehmen und in einer Drainage ableiten. Kosten: 400–800 €/m².
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Hubert Jansen
Unabhängiger Sachverständiger für Bauwerksabdichtung · selbstständig seit 1980